29.4.09

Der Krieg und die Frau. Thea von Harbous Erzählwerk zum Ersten Weltkrieg

Das haben Sie sich ganz sicher auch schon mal gefragt, das hat Sie wahrscheinlich die eine oder andere Nacht nicht schlafen lassen: Was macht wohl so ein Bloggerfürst jun. wie Andre Kagelmann, wenn er selber gerade nicht blogt oder damit beschäftigt ist, bei Meister Matussek in die Abendschule zu gehen und von Onkel Kluge zu spicken? – Die Antwort ist so naheliegend wie verschollene Metropolis-Fragmente: Er schreibt ganz einfach eine Dissertation über seine Lieblingsfrau (gelogen!), läßt ein Umschlagbild malen (auch gelogen!) und verkauft Ihnen das alles zu einem unschlagbar günstigen Preis! – Aber jetzt mal ganz ernsthaft:

Thea von Harbou (1888-1954) ist heute vor allem als Drehbuchautorin der Stumm­filmzeit bzw. der Weimarer Republik sowie als Ehefrau von Fritz Lang bekannt. Seine Dissertation Der Krieg und die Frau. Thea von Harbous Erzählwerk zum Ersten Weltkrieg nimmt hin­gegen zum ersten Mal systematisch die 'vergessene Schriftstellerin' in den Blick und fokussiert ihre teilweise kanonisierte Kriegsliteratur.

Kontextualisiert wird die Erzähltextanalyse dieser Werke – neben der Verortung im Œuvre – durch eine thematische und strukturelle Erfassung der Entwicklungslinien der Kriegsliteratur des Ersten Weltkriegs, v. a. der von Frauen. Außerdem wird be­sonderes Augenmerk auf die Biographie der Autorin gelegt; dabei werden auch Thea von Harbous Leben und Wirken in der Zeit des National­sozialismus berücksichtigt.

Die Arbeit leistet, neben einem grundsätzlichen Beitrag zur Erforschung von Kriegsliteratur (von Frauen), somit auch eine literaturwissen­schaftliche Perspek­tiv­er­weiterung zu den filmwissenschaftlichen Forschungen zum Werk Thea von Har­bous und versteht sich als er­gänzende Forschungsarbeit zu Per­son und Œuvre.

Und da sich das alles viel weniger schlimm liest, als es hier buchstabiert wird, können Sie die Arbeit, die jetzt im Verlag Media Net-Edition Anfang Mai 2009 erscheint, sogleich bestellen. Sofort!